Rio Marina
Das Dorf befindet sich im östlichen Teil der Insel in einer kleinen Meereinbuchtung, eingerahmt von Hügeln, dessen Erde vom Eisen rot gefärbt ist und somit an die reiche Vergangenheit der Mineralien erinnert. In dieser Zone wurde in den Eisenminen bis zum Ende der Etruskerzeiten abgebaut und ist, zusammen mit der Fischerei, die überwiegende Aktivität der Bewohner gewesen.
Heute ist Rio Marina eine Lokalität, die mit seinen Badeanstalten bestens für den Tourismus ausgestattet ist. Die Kommune wurde 1882 gegründet und setzte sich von Rio nell'Elba ab, wodurch sich auch die Geschichte teilte. Vom Hafen aus ist, in Alternative zu Portoferraio, eine Verbindung zum Festland möglich.
Interessante geschichtliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten sind die Kirche von S. Rocco, der Wachturm des Hafens und der Mineralpark der Insel Elba.
An die Kommune von Rio Marina angeschlossen findet sich die Lokalität Cavo. Cavo ist auch leicht zu Fuß zu erreichen, auf dessen Weg man das beeindruckende Mausoleum von Tonietti bewundern kann.
Weitere Ortsteile sind Capo d'Arco, Ortano und Porticciolo.
Bezüglich der Verwaltung gehört die Insel Palmaiola zu Rio Marina.
Mineralienmuseum der Insel Elba
Das Museum ist von April bis Oktober geöffnet. Der kommunale Palazzo von Rio Marina war ein geschätzter Ort und eine zeitlang das Herz der Insel in Bezug auf die Mineralien. Unterschiedlichste Mineraliensorten, circa 1.000 ausgewählte Exemplare, können Sie hier bewundern. Sie stammen aus verschiedenen Teilen Elbas. Ebenso kann man die Mine besichtigen.
Die Insel ist aus geologischen Gesichtspunkten in drei Teile aufgeteilt.
Der westliche Teil Elbas, wo sich der Monte Capanne erhebt, besteht vorzugsweise aus Granit, Turmaline, Beryll, Serpentin und Porphyr.
Der Teil der Mittellinie, von Osten, formiert sich aus Diabasi und Serpentin, von West aus quarzhaltigem Porphyr, Alberese und Granit.
Letztendlich präsentiert sich der östliche Teil mit einer enormen Komplexität aus unterschiedlichen Kompositionen: Der südliche Teil des Monte Calamita und das Küstenstück zwischen Porto Azzurro und Rio Marina und bestehen aus Glimmerschiefer, Feldspat, Quarz, Turmalin, Marmor und Dolomit. In der Zone von Capoliveri finden sich Porphyr und kalkhaltige Steine. Der nördliche Teil ist der mineralienreichste - Hämatit, Limonite und Magnetit, außerdem Schiefer und Kohlegestein, Sandstein und Perm sowie Kalkstein aus Mesozoikum.
Die letzte Eisenmine auf Elba wurde im Oktober 1981 geschlossen.
Kirche von San Rocco
Dieses antike Oratorium wurde 1570 von einer Herrscherfamilie aus Piombino konstruiert.
Der Wachturm des Hafens
Der achteckige Turm wurde im Jahre 1534 von Giacomo V. Appiano konstruiert und als Ausguck und Verteidigungsturm eingesetzt.
Cavo
Cavo gehört zu Rio Marina und befindet sich am äußersten nördlichen Zipfel von Elba, zu Füßen des Monte Grosso.
Hier befindet sich ein Strandbad, bestens für den Tourismus ausgestattet, welches mit seinem Sandstrand bis zum Kap Castello reicht. Ebenso sind hier die Reste einer römischen Villa aus dem ersten Jahrhundert nach Chr. zu sehen und eine herrliche Küste, die vom Kap Castello bis zum Ende des Kaps della Vita führt. Der kleine Hafen befindet sich in nächster Nähe zum Festland. Hier können Boote Wasser machen und Treibstoff auftanken.
Im Jahre 1849 rastete der berühmte Giuseppe Garibaldi, auf seiner Durchreise Richtung Caprera, in Cavo.
Mausoleum Tonietti
Dieser einzelne Komplex im freien Baustil erhebt sich in der wilden Vegetation der Insel und wurde vom Architekten Gino Coppedè (Florenz 1866 - Rom 1927) konstruiert. Auftraggeber war die Familie Tonietti. Das Gebäude wurde als Friedhofskapelle konzipiert.
Die Familie Tonietti waren die ersten Konzessionäre der Eisenminen der östlichen Küste Elbas, nach der Einigung Italiens.
An die Werken Coppedè erinnern auch die Stadtviertel von Dora in Rom.
Die Strände
Cala dell'Alga (Sand und Kiesel), Cala Seregola (Sand und große Kiesel), Fornacelle (Sand und Kiesel), Lungomare di Cavo (Sand und Felsen), Marina di Gennaro (Sand und Kiesel), Ortano (Sand und Felsen), Porticciolo (Sand und Kiesel), Rio Albano (Sand), Rio Marina (Sand und Kiesel), S. Bernardo (Sand und Kiesel), Topinetti (Sand), Vigneria (Sand und Felsen).






